Wasilina Eulitz

Als Ernärungsberaterin bekomme ich viele Fragen über gesunde Ernährung, Diäten und effektive Abnehmmethoden. Dabei existieren viele Mythen rund um das Thema. Hier möchte ich Euch die Möglichkeit geben, mir eine Frage zu stellen. Schickt sie mir einfach per Mail oder WhatsApp und ich werde sie hier beantworten. 

Eure Lina


Frage:

Hallo Lina. Es gibt tatsächlich viele Märchen rund ums Thema gesunde Ernährung. Und ich habe eine kurze Frage: warum darf man nach 18 Uhr nicht mehr essen? Stimmt es? Was ist das für eine "magische" Uhrzeit? Danke, Anja

Antwort:

Hallo Anja. Danke für die Frage! Diese Frage gehört zu den beliebtesten Irrtümern. Kurze Frage - kurze Antwort: natürlich darfst Du auch nach 18 Uhr essen. Ernährungsberater empfehlen letzte Mahlzeit des Tages 3-4 Std. bevor Du ins Bett gehst zu sich zu nehmen. Je üppiger die Mahlzeit, desto früher soll sie stattfinden.

Ein Beispiel: ich bin ein Frühmensch - stehe früh auf (leider nicht freiwillig) und gehe ca. 21:00 ins Bett. Also wäre für mich die "magische Uhrzeit" tatsächlich um 18:00. Wenn Du aber 23:00 ins Bett gehst, verschiebt sich die Zeit auf 19-20 Uhr.

Warum ist es so? Aus der Nahrung schöpft unser Körper Energie. Diese Energie wirst Du nach dem Abendessen kaum verbrauchen, es sei denn, Du gehst danach Joggen (was nicht empfehlenswert wäre). Also speichert es Dein Körper und bei Überschluß entstehen auch leider die unschönen Polsterchen. Ein weiterer Grund wäre der volle Magen und die Einschlafprobleme.

Am besten 3-4 Std. vom Schlafengehen und überwiegend Eiweiß (mageres Fleisch, Fisch, Omlett) mit etwas Gemüse essen.

Liebe Grüße

Lina


Frage:

Hallo! Frage oder auch Hilferuf: kann ich dadurch abnehmen wenn ich nur Reis mit Huhn mit Gemüse esse? Ich fühle mich total dick. Danke. A.

Antwort:

Hallo liebe(r) A. Du lieferst leider sehr wenig Infos. Es kommt auf die Wahl der Lebensmittel, Zubereitungsart und auf die Mengen an.

Um Abzunehmen musst Du weniger Essen als Dein Körper benötigt und zwar dauerhaft.

Aber das größte Problem sehe ich in der Einseitigkeit Deiner Diät. Es ist nicht ausgewogen.

Es fehlen zu viele Produkte wie Milchprodukte, komplexe Kohlenhydrate (Brot, Nudeln), Obst, Fisch... Durch die einseitige Ernährung hast Du nicht nur weniger Spaß am Tisch, sondern läufst die Gefahr von einigen Vitamine und Mineralien zu wenig zu sich zu nehmen. Abwechslung sorgt nicht nur für Deckung mit nötigen Mikroelementen, sondern hilft Dich auch Durchzuhalten. 

Liebe Grüße

Lina


Frage:

Hallo! Ich möchte wissen, warum eigentlich Fast Food dick macht und wie schädlich ist es für den Körper? Danke

Antwort:

Hallo! Danke für die Frage, sie ist nicht so trivial wie man es auf den 1. Blick denkt. Also, warum macht Fast-Food dick? Ich habe mal vor einer Zeit eine Reportage gesehen, wo ein Mädchen wegen einer Allergie auf alles frische nur Fast Food essen konnte, ihre Werte (Blutdruck, Cholesterin usw.) waren in Ordnung und sie war im Normalgewicht-Bereich. Ein Traum, was?  Als erstes, was wir betrachten müssen ist die Frage was ist es überhaupt, Fast Food? Burger, Pommes und Co.? Döner? Hotdogs, Chinese um die Ecke? Pizza? Ja alles das und noch viel mehr... als Fast Food bezeichnet man die Gerichte, die man auf's schnelle bekommen und verzehren kann. Macht es dick? Jein, es kann, muss aber nicht. Wie bei allen Dingen in Sachen Ernährung: auf die Mengen kommt es an. Es hängt von vielen Faktoren ab: wie sieht die Ernährung generell aus? Wie oft greifst Du auf die Fast Food Gerichte zurück? Was ist es für Dich - eine Mahlzeit für Zwischendurch oder ein komplettes Mittagessen? Fakt ist, die Fast Food Gerichte sind immer kalorienreich:

Hamburger: ca. 295 kcal,

Cheeseburger: 300 kcal,

Pizza (je nach Belag) bis 1200 kcal,

Bratwurst mit Brötchen: 500 kcal.

Dazu kommt noch sicher eine Portion Pommes (312 kcal) und eine Cola (250 kcal). Ziemlich üppig auch für eine Hauptmahlzeit. Verzehrst Du über einen längeren Zeitraum regelmäßig Fast Food Gerichte und übersteigst damit permanent Deinen Energiebedarf, wird das Gewicht nach oben wandern.

Wie schädlich ist es für den Körper? Dazu müssen wir uns die Inhalts- und Nährstoffe anschauen.

Fett ist das erste was wir mit Fast Food assoziieren. Neben hohen Kaloriengehalt überwiegen in Fast Food Gerichten gesättigte Fettsäuren. Diese Bausteine der Fette sind für uns Menschen nicht essenziell, d.h. der Körper kann es selbst produzieren. Also gehören sie eher in den Bereich "unnötig".

Ein wichtiger Bestandteil der Gerichte ist das Fleisch und hohe Cholesterinwerte. Und diese können für Deinen Körper durchaus gefährlich werden.

Auch das weiße Softbrötchen ist eigentlich ungesund: Es lässt Dein Blutzuckerspiegel steigen und durch eine starke Insulinausschüttung wieder rasch sinken- das ist der Grund, warum wir trotzt hohen Kalorienmengen dennoch Heißhunger verspüren.

Fazit: Aus meiner Sicht als Ernährungsberater gehört Fast Food nicht in den Bereich tägliche ausgewogene Ernährung! Es ist kalorienreich, macht nur für einen Augenblick satt, liefert kaum Ballaststoffe und bremst somit die Verdauung. Ab und an kann man es natürlich genießen und auch wenn es geht mit gesunden Sachen aufpeppen :-)

Liebe Grüße

Lina


Frage:

Hallo Lina! Ich wiege 47 kg und war schon immer ziemlich dünn. Seit ca. 6 Monaten besuche ich regelmäßig Fitnessstudio und möchte endlich etwas Muskelmasse aufbauen. Bis jetzt ohne Erfolg. Was soll ich bei der Ernährung beachten, damit es funktioniert? Danke, L.

Antwort:

Hallo,

danke für die interessante Frage))) Um es kurz zu sagen: um Körpermasse zu erhöhen, musst du eine positive Balance in der Ernährung erreichen, also mehr essen als du benötigst. Schön, was? So einfach ist es aber dennoch nicht. Wenn du überwiegend Kalorien aus ungünstigen Quellen wie Zucker und Fette aufnimmst, wird zwar dein Gewicht steigen, der Anteil an Körperfett aber auch.

Meine Frage wäre also, was die Ursache dafür ist, dass du 47 kg wiegst. Welches Geschlecht hast du und wie groß du bist. Wenn dein Gewicht tatsächlich als Untergewicht gilt (also weniger als "normal wäre"), dann musst man bestimmte gesundheitliche Probleme ausschließen. Sind sie nicht die Ursache, muss du dir einen ausbalancierten Ernährungsplan erstellen, der dafür sorgt, dass du in ausreichenden Masse Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße zu dir nimmst (DGE empfiehlt auch für Hobbysportler ein Nährstoffverhältnis von 55-60% Kohlenhydrate, 30-35% Fette und 15% Eiweiße).

Liebe Grüße

Lina